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Entstehung von Erdgas
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Erdgas und Erdöl sind vor vielen Millionen Jahren (ca. 20 bis 200 Mio. Jahren) aus großen Mengen abgestorbenen und abgesunkenen Planktons - das sind frei im Meer schwebende, einzellige und auch größere vielzellige pflanzliche und tierische Lebewesen - entstanden. Erdgas enthält also die Energie der Sonne, die in Pflanzen und Tieren gespeichert und über lange Zeiträume in Kohlenwasserstoffe umgewandelt wurde. |
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Im Laufe weiterer Jahrmillionen wurden die so am Meeresgrund entstandenen Faulschlammschichten von undurchlässigen Gesteinsschichten (Sedimenten) überdeckt. Unter Sauerstoffabschluss entstand durch bakterielle Zersetzung, Gärung und andere chemische Prozesse Erdölmuttergestein und daraus Bitumen, Erdöl und Erdgas. Erdgas ist aber auch als Folgeprodukt der Steinkohle bekannt. |
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Beim Absinken ausgereifter Kohlelagerstätten in tiefere Zonen erfolgte eine Nachinkohlung bei höherem Druck und höheren Temperaturen. Dabei wurde Erdgas freigesetzt. |
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In die heutigen Lagerstätten stieg Erdgas durch Wanderung (Migration) bis zu undurchlässigen, abdeckenden Gesteinsschichten auf. Der charakteristische Aufbau und die vielfältige Zusammensetzung der Moleküle hauptsächlich aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und auch Stickstoff (N) weisen auf die Entstehung von Erdgas aus organischem Material hin. Methan nichtbiologischen Ursprungs konnte ebenfalls in der Erdgaskruste nachgewiesen werden. |
Erdgasvorkommen
Erdgas kommt weltweit in großen Sedimentbecken vor. Die derzeit bekannten, sicher gewinnbaren Welterdgasreserven reichen mehr als 60 Jahre, mit den zusätzlichen Erdgasresourcen ergibt sich eine statische Reichweite von über 160 Jahren. Diese Reichweite ist in den vergangenen Jahren laufend gestiegen, weil mehr Erdgas entdeckt als gefördert wurde. Der Großteil der Vorräte lagert in Regionen, die als Lieferländer für Europa in Betracht kommen.
Erdgasexploration und -förderung
Erdgas lagert in porösen Gesteinsschichten unter einer undurchlässigen Deckschicht. Zur Auffindung erdgashaltiger Speichergesteine werden geophysikalische Untersuchungen wie z.B. seismische Messungen, gravimetrische, erdmagnetische und geoelektrische Verfahren angewendet, durch die eine Bestimmung der Lage und der Art erdgashöffiger Gesteinsschichten möglich ist. Zur Untersuchung und Erschließung potentieller Erdgaslagerstätten müssen zum Teil sehr tiefe Bohrungen an Land oder off-shore niedergebracht werden. Das Bohrloch verringert sich bei einem Anfangsdurchmesser von etwa 76 cm teleskopartig auf ca. 18 cm an seinem Ende.
Erdgasspeicherung
Zum Ausgleich der kontinuierlichen Förderung von Erdgas und der jahreszeitlich schwankenden Erdgasnachfrage wird Erdgas in Porenspeichern oder Kavernenspeichern "zwischengelagert".
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