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Bioenergie RundgangIn Schlitters werden jährlich rund 9.000 Tonnen Speisereste und biogene Reststoffe einer nachhaltigen Verwertung zugeführt. Mit dem von der Bioenergie Schlitters GmbH produzierten Biogas können 1.500 Haushalte beheizt oder mit Erdgasfahrzeugen eine Strecke von rund 12,5 Mio. Kilometer CO2-neutral zurückgelegt werden. „Die Bio-Abfälle stammen aus ganz Tirol, der Großteil kommt aus den Regionen Zillertal, Achental und Inntal, wobei die angelieferten Mengen vorwiegend aus tourismusintensiven Gemeinden kommen“, erklärt Geschäftsführer Johann Haun. Neben Biogas werden mittels Technologie ebenso Ökostrom, Bio-Wärme, Bio-Dünger und Bio-Treibstoff produziert. Auch die für die Sammlung der biogenen Wertstoffe eingesetzten Lkw werden mit dem selbst produzierten Biogas betrieben, wodurch ein regionaler Energiekreislauf geschlossen werden kann.

„Seit 2007 besteht die Anlage in Schlitters, wo die biogenen Stoffe in Aufbereitungs- und Zerkleinerungsanlagen von Störstoffen separiert werden. In weiterer Folge wird der organische Anteil hygienisiert und durch Vergärung zu Biogas umgewandelt“, beschreibt Geschäftsführer Josef Kröll die ersten Arbeitsschritte der Verarbeitung der biogenen Reststoffe zu dem wertvollen Energieträger. Das Biogas wird in weiterer Folge entweder in einem Blockheizkraftwerk verstromt oder mittels physikalischer Verfahren auf Erdgasqualität aufbereitet. „Der Methangehalt von Biogas liegt bei knapp 60 Prozent. Daher muss es in einem weiteren Arbeitsschritt auf die Methan-Konzentration von Erdgas mit 98 Prozent aufbereitet werden, bevor es schließlich in das Erdgasnetz sowie die betriebseigene Biogas-Tankstelle eingespeist werden kann“, ergänzt Haun.

Auch die Gemeinde Schlitters profitiert durch den Betrieb im Ort: „Die Bioenergie Schlitters ist für uns ein besonders wichtiger Partner für die Entsorgung von Speiseresten und Bioabfall. Zusätzlich werden auf der Kompostieranlage Gartenabfälle verarbeitet und in fruchtbare Erde verwandelt. Außerdem sorgt der Betrieb für Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung in der Region“, erklärt Bürgermeister und Obmann des Abwasserverbandes Achental – Inntal – Zillertal (AIZ) Friedl Abendstein und ergänzt: „So wie bei der Bioenergie Schlitters arbeitet die TIGAS auch mit dem Abwasserverband Achental – Inntal – Zillertal (AIZ) sehr gut zusammen und es wird dort verarbeitetes Klärgas in das bestehende Erdgasnetz eingespeist.“

„Die am Areal der Bioenergie Schlitters eingesetzten Technologien tragen nachhaltig zu einer Veränderung und Verbesserung der Sammlung von biogenen Abfällen bei. So erfolgt nicht nur die Anlieferung ausgesprochen klimafreundlich, auch die gesamte Nutzung der vorhandenen Ressourcen und erneuerbaren Energie entlastet die Umwelt und setzt auch einen weiteren Schritt in Richtung einer energieautonomen Zukunft für Tirol“, zeigt sich Landtagsabgeordnete Kathrin Kaltenhauser im Zuge des Tages der offenen Tür beeindruckt.

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