Die TIGAS hat in Zusammenarbeit mit industriellen und kommunalen Kooperationspartnern langfristige Energiekooperationen abgeschlossen und ein Fernwärmeversorgungssystem im zentralen Tiroler Siedlungs- und Industrieraum zwischen Innsbruck und Wattens errichtet. Ziel dieses Projektes ist, bevorzugt industrielle Abwärme und Wärme aus regenerativen Energieträgern für Heizzwecke und die Warmwasserbereitung nutzbar zu machen. Zudem verbindet die Fernwärmetransportschiene als Herzstück des Fernwärmeversorgungssystems bereits bestehende lokale Nahwärmenetze und Heizzentralen, wodurch das Gesamtsystem optimiert wird.

So lassen sich wertvolle Ressourcen sparen, die eingesetzte Energie optimal nutzen sowie erhebliche Mengen an CO2- und Feinstaubemissionen im bereits stark belasteten Tiroler Zentralraum vermeiden.​​

Nutzung von Abwärme & Wärme aus Biomasse

Die Fernwärmetransportschiene zwischen den Gemeinden Innsbruck und Wattens schafft für die TIGAS und die an diesem Projekt beteiligten Partner zum einen die Voraussetzungen, vorhandene, bisher brachliegende Abwärmepotenziale zu nutzen und zum anderen schon bestehende Fernwärmeinfrastrukturen untereinander zu verbinden. Zu den Wärmequellen zählen bevorzugt bisher ungenutzte Abwärme aus industriellen Prozessen, Abwärme aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie Wärme aus bestehenden Biomasseheizwerken und, falls erforderlich, bestehenden Gaskesselanlagen. Durch die Nutzbarmachung von Abwärme werden wertvolle Rohstoffe eingespart. Die Verbindung mehrerer Wärmequellen durch die Fernwärmetransportschiene sorgt zudem für größtmögliche Versorgungssicherheit und ermöglicht eine Optimierung des Ressourceneinsatzes nach sowohl ökologischen als auch ökonomischen Gesichtspunkten. Bei einem unvorhergesehenen Ausfall eines Systems sorgt Wärme aus den anderen Quellen für den erforderlichen Ausgleich. Damit stellen die TIGAS und ihre Partner die Wärmeversorgung jederzeit sicher. ​